Prof. Robert Arlinghaus: Nichts fangen ist auch wichtig
Warum gehen wir eigentlich angeln, obwohl wir regelmäßig nichts fangen? Gemeinsam mit Prof. Dr. Robert Arlinghaus vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei und der Humboldt-Universität zu Berlin gehen wir dieser ziemlich grundlegenden Frage auf den Grund. Ausgehend von seinem Essay über Fangunsicherheit und die Faszination des Angelns sprechen wir darüber, warum manche Fische leichter fangbar sind als andere, ob Fische aus Fangerfahrungen lernen, was hoher Angeldruck mit Beständen und Fischverhalten macht und welche unserer geliebten Fangfaktoren wissenschaftlich überhaupt belegbar sind. Außerdem geht es um Schonzeiten, Entnahmefenster, Besatz vs. Habitatverbesserung, Fischwanderungen, Catch & Release und natürlich um die schwierige Frage, was wir eigentlich über Schmerz bei Fischen wissen. Ziemlich viel Wissenschaft also – aber vor allem ziemlich viele Fragen, die wir uns als Angler wahrscheinlich viel öfter stellen sollten.
Das besprochene Paper:
Robert Arlinghaus (2024): Catch uncertainty and recreational fishing attraction: Propositions and future research directions, Fish and Fisheries, 25: 761–780.
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